Immobilie kaufen

Der Kaufvertrag beim Immobilienkauf

Die Finanzierung ist bewilligt. Und Sie sind Ihrem Eigenheim ein ganzes Stück näher. Jetzt fehlt nur noch der Kaufvertrag. Dieser bildet das rechtliche Fundament Ihres Immobilienkaufs, denn nur mit einem notariell beglaubigten Vertrag wird der Eigentümerwechsel wirksam. Hierbei werden alle wichtigen Absprachen und Regelungen festgehalten. Den Kaufvertrag erhalten Sie bereits vorab. Damit haben Sie Gelegenheit, alle Fragen aufzuschreiben, die Sie noch haben.

Was gehört alles in den notariell beglaubigten Immobilienkaufvertrag?

Persönliche Daten

  • Von Käufer und Verkäufer inkl. Anschrift, Geburtsdatum und ggf. Mädchenname, Familienstand, Steueridentifikationsnummer.

  • Prüfen Sie Ihre Angaben auf Rechtsschreibfehler und Vollständigkeit.

Allgemeine Immobiliendaten

  • Die Objektart, z. B. Doppelhaushälfte.

  • Die Adresse des Immobilienobjekts. 

Grundbuchdaten der Immobilie

  • Gemarkung

  • Band

  • Blatt

  • Flurnummer

  • Nummer der Wohnung und der Garage

Mitverkaufte Gegenstände

  • Alle mitverkauften Gegenstände wie z. B. Einbauküche, Gartenhaus, Schwedenofen, etc.

Ist die Immobilie frei oder vermietet?

  • Das Datum der Übergabe der Immobilie an den Käufer.

  • Falls die Immobilie vermietet ist, muss geklärt werden, ob und wann der Mieter auszieht oder ob der Erwerber den bestehenden Mietvertrag übernimmt.

Kaufpreis

  • Der vereinbarte Kaufpreis ist genau zu benennen.

  • Getrennte Auflistung der Werte von Einbauten (z. B. Einbauküche 5.000 € etc.).

  • Anteiliger Rücklagenstand (bei Eigentümergemeinschaften).

Kaufpreisfälligkeit

  • Es sollte ein genaues Datum festgelegt werden, an dem der Kaufpreis fällig und zahlbar ist.

  • Gibt es vereinbarte Anzahlungen nach Auflassungsvormerkung?

Auf welches Konto soll der Kaufpreis fließen?

  • Sind Grundschulden noch eingetragen und/oder noch mit Darlehen belastet, dann müssen Sie dem Notar die Kreditdaten zukommen lassen, so dass dieser nach dem notariellen Immobilienkaufvertrag umgehend die Bank für die Lastenfreistellung anschreiben kann.

  • Oder liegt bereits eine Löschungsbewilligung vor? 

  • Liegen eventuelle Briefe zu Grundschulden vor?

Wie finanziert der Käufer?

  • Am besten führen Sie die Grundschuldbestellung des Käufers direkt nach dem Notartermin durch. Dem Notariat teilen Sie am besten bereits vor dem Notartermin mit, ob der Käufer eine Finanzierung benötigt oder nicht. Der Kaufvertrag wird dann entsprechend angepasst.

Kosten und Grunderwerbssteuer

  • Im Kaufvertrag muss klargestellt sein, wer die Kosten für die Beurkundung und Abwicklung des Kaufvertrages trägt.

  • Im Regelfall trägt der Erwerber sämtliche Kosten.

Sonstiges

  • Der Energieausweis muss vorliegen.

  • Bei Wohnungen ist teilweise die Zustimmung des Hausverwalters notwendig, diese wird vom Notar eingeholt.

Stand: April 2021

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