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Die richtige Beleuchtung: Für jedes Zimmer ein Beleuchtungskonzept

Ob wir uns in Räumen wohlfühlen, entscheidet mitunter das Licht und das meist unterbewusst. Die richtige Beleuchtung sorgt für eine angenehme Atmosphäre und strukturiert neben der Einrichtung den Raum. Konzentriertes Arbeiten, genussvolles Essen oder entspanntes Fernsehen – für jeden Raum gibt es das passende Licht. Wir geben Ihnen Tipps, welches Licht wo am besten geeignet ist.

Wohnzimmer

Ausruhen, fernsehen, lesen oder spielen – am besten mit verschiedenen Lichtquellen. Optimal sind hier vier bis fünf Lichtquellen, die je nach Bedarf eingesetzt werden können.

  • Warmweißes sanftes Licht als Grundbeleuchtung, am besten dimmbar.  

  • Zum Lesen auf dem Sofa eignet sich eine Leselampe.

  • Für entspannte Augen beim Fernsehen: Licht neben oder hinter dem Fernseher anbringen, welches etwa so hell wie der Fernseher selbst leuchtet.

  • Eine gemütliche Atmosphäre erreichen Sie mit Akzentbeleuchtung, wie Wandleuten über Bildern, Aufstellen von Leuchtobjekten oder das Anbringen von LED-Strips hinter oder unter Möbelstücken sowie in Regalen – besonders gut geeignet hierfür sind Vitrinen.

Esszimmer

Im Zentrum des Esszimmers befindet sich der Esstisch und hier wird nicht nur gegessen, sondern in geselliger Runde geredet oder gespielt, gemütlich gelesen oder auch mal gelernt. Darum benötigen Sie hier ein besonders gutes Licht.

  • Helle Hänge- bzw. Pendelleuchten über dem Esstisch, etwa 60 cm Abstand zur Tischplatte. Wenn der Tisch groß ist, empfiehlt sich eine Leuchte bestehend aus mehreren Lampen in gleichbleibenden Abständen. Besonders harmonisch ist hierbei eine ungerade Zahl an Leuchten. Ein dimmbares Licht ist auch hier empfehlenswert, wenn Sie es beispielsweise mal romantischer möchten.

  • Akzentbeleuchtung z. B. am Sideboard oder in Vitrinen für eine gemütliche Stimmung.

  • Zur besseren Orientierung bei großen oder weitläufigen Esszimmern, sollten weitere Lichtquellen angebracht werden.

Schlafzimmer

Zum Schlafen braucht natürlich niemand Licht, doch im Schlafzimmer wird auch angekleidet, aufgeräumt oder mal gelesen. Darum ist wiederum ein guter Mix aus Grundbeleuchtung, Funktionsleuchten und Akzentbeleuchtung von Vorteil.

  • Eine Deckenleuchte mit warmem, diffusem Licht (gleichmäßiges Licht ohne Schatten und Kontraste).

  • Eine gute Nachttischleuchte zum Lesen: Punktgenau, nach unten gerichtetes Licht, verstellbarer Arm.

  • Praktisch ist eine Schrankbeleuchtung, wenn Sie sich im dunklen Zimmer zurechtfinden oder sich anziehen möchten.

  • Dimmbares Licht ist auch hier von Vorteil: Hell eingestellt ist es funktional, etwas gedimmt sorgt es für eine angenehme Atmosphäre.

Badezimmer

Je nach Situation erfüllt selbst die Badezimmerbeleuchtung unterschiedliche Ansprüche. Wenn man sich in der Badewanne entspannen möchte, ist ein warmes und gedämpftes Licht das Mittel der Wahl. Aber um den Spiegel herum muss es funktionaler sein.

  • Ein neutralweißes Licht mit Farbtemperatur um 4.000 Kelvin am Spiegel zum Schminken, Rasieren oder Augenbrauenzupfen, am besten seitlich positioniert, um Schatten zu vermeiden.

  • Mehrere dimmbare und im Idealfall farblich veränderbare Lichtquellen, eine Kombination aus Decken-, Wand- oder Pendelleuchten.

  • Lampen in Bereichen rund um die Dusche, Badewanne und das Waschbecken müssen, falls diese Spritzwasser abbekommen sollten, der Schutzart IP X4 entsprechen.

Küche

Der Trend geht immer mehr zur Wohnküche, in der wir kochen und später in angenehmer Atmosphäre essen.

  • Pflegeleichte Grundbeleuchtung, auf der keine Fettflecken haften. Empfehlenswert ist ein neutralweißes Licht mit einer Helligkeit von 300 Lumen pro Quadratmeter, das breitflächig strahlt. Dafür eignen sich z. B. mehrflammige, dreh- und schwenkbare Spots.

  • Im Arbeitsbereich sollten gleichmäßige, direkte Beleuchtungen wie Unterschrankbeleuchtungen oder drehbare Spotlights für eine gute Sicht angebracht werden. Optimal ist eine neutrale Lichtfarbe mit einer Helligkeit von 500 Lumen pro Quadratmeter. Die Lampen sollten von oben und nicht von der Seite strahlen.

  • Für die richtige Atmosphäre können dimmbare Lampen mit warmweißem Licht oder LED-Stripes angebracht werden.

Kinderzimmer

Im Kinderzimmer ist immer was los. Hier wird gespielt, getobt, gemalt, Hausaufgaben gemacht, entspannt und geschlafen. Die verschiedenen Ansprüche vereinen Sie am besten folgendermaßen:

  • Grundhelligkeit durch gleichmäßige, warme Deckenstrahler.

  • Zum Basteln oder Hausaufgaben machen empfiehlt sich eine helle, punktuelle Beleuchtung durch schwenk- und drehbare Schreibtischlampen.

  • Nachttischlampen zum Lesen vor dem Schlafengehen, die nicht zu grell sind und punktuell leuchten.

  • Für Kleinkinder ist das Anbringen von Nachtlichtern empfehlenswert, da diese in der Nacht Orientierung bieten und die Angst vor der Dunkelheit nehmen.

Arbeitszimmer

Gutes Licht fördert unsere Motivation und Konzentration – wir werden leistungsfähiger. Die Augen sollten jedoch geschont werden.

  • Eine helle Beleuchtung, am besten durch eine Kombination aus Tageslicht, indirektem Umgebungslicht (z. B. Steh-, Wand- oder Deckenleuchten) und punktuellem Licht durch eine Schwenk- und drehbare Schreibtischlampe.

  • Am besten LED-Leuchten oder Halogen- bzw. Energiesparlampen mit 500 LUX oder 4.000–5.000 Kelvin.

Flur

Der Flur bietet im Optimalfall einen hellen und freundlichen Empfang und sorgt für Orientierung – für Sie selbst und für Ihre Gäste.

  • Kombination aus Grundbeleuchtung (Deckenlampen mit 100 Lumen pro Quadratmeter) und Garderoben- bzw. Spiegelbeleuchtung (weiches, blendfreies Licht durch Wandleuchten).

  • Für lange Flure eignen sich Spots an der Decke.

  • Für kleinere Flure eignen sich Wandleuchten.

Fazit

Die Mischung macht’s! Optimal ist immer eine Grundbeleuchtung mit verschiedenen Punkt- bzw. Akzentbeleuchtungen. Dimmbare Lampen sind von Vorteil, da sie je nach Wunsch für funktionelle Helligkeit oder für ein Wohlfühl-Ambiente sorgen.

Im Folgenden gibt es noch eine kleine Lichterkunde:

Klassische Glühlampen: Aufgrund ihrer Ineffizienz sind diese seit 2012 verboten und
nicht mehr im Handel erhältlich.

Energiesparlampen: Verbrauchen sehr wenig Energie und haben eine lange Lebensdauer. Brauchen meist etwas, bis sie hell werden. Manche sind dimmbar.

Halogenlampen: Sorgen für ein besonders helles Licht und sind damit in Arbeitsbereichen
(Schreibtisch, Küche) zu empfehlen. Kommen oft in Deckenspots zum Einsatz, sind
aber aufgrund ihres hohen Energieverbrauchs eher ein Auslaufmodell.

LED-Lampen: Leuchtioden (kurz LED) sind langlebig und effizient. Moderne LEDs können auch warmweißes Licht spenden und für eine gemütliche Atmosphäre sorgen. Das Licht startet beim Betätigen sofort und ist in der Regel dimmbar.

Leuchtstoffröhren: Galten früher als unangenehmes helles und eher kühles Licht, sind aber heutzutage in vielen Formen und Farben erhältlich und sind meist platz- und stromsparend.

Am besten eignet sich eine LED-Beleuchtung, da sie wenig Energie verbrauchen, langlebiger sind, in verschiedenen Lichttönen zur Verfügung stehen und insgesamt die Umweltbelastung verringert.

Stand: April 2021

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